Περιφερειακή Ενότητα Δράμας

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Osmanische Zeit

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Die osmanische Besetzung in der Gegend rund um Drama (1383-1912) sorgt für eine stabile Macht und die Regimeänderungen der vorhergehenden Zeit sind zu Ende. Allerdings bedeutet dies eine große Bedrohung der Fortsetzung des griechischen Volkes auf dem Land. Die Stadt Drama ist für lange Zeit ein Teil einer größeren Verwaltungseinheit, der genannte Roumeli. Sowohl die Besiedlung dieser Region von Moslems aus Anatolien als auch die Flucht der Christen in die Gebirge ändern an die Bevölkerungsdaten. Das heißt, dass das orthodoxe Element bis auf der Mitte des 16. Jahrhunderts schrumpft. Aus Angst vor dem religiösen Fanatismus der Eroberer versammeln die Christen nach Norden, ohne die Stadt fest zu verlassen.

Was die Moslems betrifft, wohnen sie entweder im byzantinischen Burg oder im Freien. Rücksicht nehmend auf die Fließgewässer, die das Reisfeld begünstigen, beschäftigen sich die Menschen hauptsächlich mit der Reisproduktion.

Das wirtschaftliche Wachstum führt dank des Reishandels während der Ära des Höhepunktes des Kaiserreichs bis Mitte des 17. Jahrhunderts zur Steigerung der muslimischen Bevölkerung. Durch den Kontrollverlust der Provinzen vom Sultan geraten die Bewohner der Stadt in Schwierigkeiten. Die schwere Besteuerung wie auch die negativen Verwaltungstätigkeiten und die Raubüberfallangriffe sind hier zu nennen. Die Stärkung der traditionellen Reiskultivierung und die Textil- und gefärbter Baumwolletätigkeit runden das Bild des Handelsverkehrs ab. Nebenbei verbindet die Region mit den Landstraßen des Handels, denen Karawane nach dem Balkan und Mitteleuropa (Kaiserreichszentren) folgen.

Aufgrund des wirtschaftlichen Fortschrittes dieser Zeit werden vor allem diejenigen begünstigt, die die Verwaltung und die Flächennutzung unter Kontrolle haben. Auf diesen Fall spielte Machmut Pasas (1780-1822) und seine Söhne die entsprechende Rolle. Obwohl ``Kazas`` das administrative und militärische Zentrum des gleichnamigen ``Santsaki`` von Drama bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist, wird seine wirtschaftliche Bedeutung stetig heruntergestuft. Die Entvölkerung ist auch hier zu erwähnen. Die Verwaltungsunterdrückung sowie die wirtschaftliche Tätigkeitskontrolle von den Landeigentümern begünstigen die Entwicklung des Hafens der Stadt Kawala, der die ganze Peripherie mit den Seestraßen des Handels verbindet. Wesentliche Änderungen in der Provinz Drama werden mit der Tabakernte allmählich aus dem Jahrzehnt 1840 und rasch am Ende des 19. Jahrhunderts eingetreten. Dieses Produkt wird die ganze moderne Geschichte der Region verankert bleiben. Die Wirtschaft wird wiedererwärmt, die Einwohnerzahl steigert hauptsächlich von osmanischen Untertanen, aus denen viele griechischer Herkunft sind und aus Mazedonien und Epirus kommen. Nicht nur die Stadt, sondern auch die tabakproduzierte Kleinstädte wie Prosotsani, Choristi, Doxato, Adriani und Kirgia sehen dank der Produktion und Handels von Tabak Wachstum- und Reichtumszeiten. Die griechischen Gemeinden entwickeln reiche intellektuelle Tätigkeit in der ganzen Stadt. D. h., dass die die dort lebenden Menschen Kirchen bauen und auch Schulen und Brüderschaften werden gegründet, sodass das Bewusstsein der griechischen Mehrheit der Bewohner gestärkt wird.

Die Angriffe von Bulgaren auf die Stadt sowie die Gemeinde der nördlichen Zone haben als Ziel, die Christen der Region kontrolliert zu werden. Durch die Schaffung nationaler Rebellengruppen fängt der Mazedonische Kampf an. Es handelt sich um einen gewalttätigen Kampf zwischen den Osmanen und den Christen. Der Metropolit von Drama und Smyrna, namens Chrisostomos (1868-1922)ist in Zusammenarbeit mit den Ausschüssen der Gemeinden und den Rebellengruppen der Anführer der griechischen Organisation. Seine nationalen Aktivitäten in Drama (1902- 1910) führen zu seiner vorübergehende Vertreibung (1907-1908) von den osmanischen Behörden.

Die Region kam unter die erste bulgarische Besatzung während des ersten Balkankriegs im Oktober 1912, der durch die gemeinsame Schlachtung 600 unschuldiger Griechen von dem Dorf Doxato wie auch durch das Verbrennen der reichen Kleinstadt, am 30. Juni 1930, gekennzeichnet wird.

Eine neue bulgarische Besatzung (1916-1918) ist während des ersten Weltkriegs der Grund für die Schwierigkeiten, in denen die Griechen geraten. Hunger, Seuchen sowie die Beförderung der männlichen Bevölkerung zu Lagern ins Bulgarien ist ernennenswert. Der Austausch der Bevölkerung zwischen Griechenland, Bulgarien und Türkei (1920) stellt einen Ausgangspunkt einer neuen Ära für Drama dar. Durch die Niederlassung 80.000 Griechen aus Kleinasien und Thrakien, die Intensivierung der Tabakkultivierung und das Handelswachstum erlebt die Stadt gegen Ende des 1920en Jahrhunderts ``das goldene Zeitalter``. Nach dem negativen Einfluss der globalen Wirtschaftskrise (1929) in Hinsicht auf die Tabakausfuhr wird das Klima bis zum zweiten Weltkrieg verbessert. Während des deutschen Angriffes gegen Griechenland (am 6. April 1941) ist die Verteidigungslinie in der Ebene von Nevrokopi nicht so stark. Im selben Monat wird die Region unter die administrative und militärische Kontrolle der Bulgaren, die bis zur Befreiung (1844) als Ziel die systematische Veränderung der Zusammensetzung sowie das Gewissen der Bevölkerung hatten. Der Kampf der Griechen um die Stadt Drama kann als Winderstandskampf in großem Maße bezeichnet werden. Sowohl die Erhebung im Jahre 1941 als auch die Schlacht auf die Brücke der Priester im Jahre 1944 sind hier zu betonen. Zur Schrumpfung der Nachkriegsagrarwirtschaft trägt die Immigrationswelle nach Westdeutschland seit 1960 bei. Nach den politischen Änderungen in Osteuropa und der Verbesserung der Beziehungen zwischen den Balkanstaaten gegen Ende des 20en Jahrhunderts strebt die Stadt nach ihrer Beteiligung an den wirtschaftlichen Veränderungen.